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Berichte aus meinem ehemaligen Revier "Teufelsmoor", das ich hier neben meinem heutigen Revier "Freißenbüttel" vorstellen möchte,  sind ohne die Impression dieser Kulturlandschaft unvorstellbar. Auf der einen Seite das Teufelsmoor in dem wir überwiegend jagen und dort die bezaubernde Atmosphäre des Künstlerdorfes Worpswede.

Das Teufelsmoor, wer es heute besucht, wird genauso empfinden wie einst die Künstler Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Paula Becker und Heinrich Vogeler und viele andere. Bei der Pirsch durch das Revier ist die gemalte Landschaft noch so, wie diese Künstler sie sahen.  Der Weg von Worpswede durch das Revier führt direkt zum Brinkhof.

Im Hofcafé von Gisela Wellbrock gibt´s hausgemachte Torten und vieles mehr. Wenn Jan-Daniel Wellbrock und ich mit Jagdgästen, selten nicht durchgefroren und durchnässt, bei seiner Gisela einkehren, weiss er die eine und andere Jagdgeschichte zu erzählen. - Nur Geschichten über die Jagd mit semmelgelben Hunden erzählen die "Alten" noch nicht.

Die Jagd im Teufelsmoor auf Enten, ist nicht der klassische Entenstrich.Leise und mit schnellen Schritten, geht es ran an die "Beek". Nicht selten steigen 50 und mehr Enten auf, so dass so mancher Jagdgast vor Schreck das Schiessen vergaß. Auf einer Länge von gut 4 km der Beek, können wir an vielen Stellen im Revier die Entenjagd ausüben.

Rebhuhn, Fasan und Hasen schonen wir, denn die letzten Winter brachten viel Wasser mit sich. Die Nähe zu Worpswede und dass das Naturschutzgebiet "Breites Wasser", welches zum Teil im Revier liegt, erfordert, dass wir Rücksicht auf die Touristen und Ornitholgen nehmen, die hier selten gewordene Sumpfvogelarten beobachten.

Das "Breite Wasser", im Hintergrund der Weyerberg.

Das Wahrzeichen des Weyerbergs ist der Niedersachsenstein, errichtet vom Künstler Bernhard Hoetger. Hoetger sah in seinem Monument die Sehnsucht nach Frieden und Aufbau... 

Der alte Bock im Moor

Bockjagd im Moor ...wie in den vergangenen Tagen muss ich nicht lange warten. Aus dem Nichts ist er plötzlich da und vertreibt einen übermütigen Jährlingsbock. 250-300 m von der Kanzel zieht er von der Anhöhe der Wiese zurück in den nicht einsehbaren Grund. Ich entschliesse mich, den Braven anzupirschen. Mit Büchse und Schießstock umgehe ich seinen Einstand. Ein Birkensaum gibt mir Deckung – tief im Grün liegt er – noch hat er mich nicht vernommen. Schritt für Schritt pirsche ich voran – noch ein kleines Stück, dann komme ich in den Wind. Er erhebt sich und äugt in meine Richtung – nur jetzt nicht bewegen! – Ich schleiche bäuchlings bis zu dem Wiesentor. Die Büchse an den Metallrahmen des Tores angestrichen – der Puls geht hoch – klopf, klopf – Jagdfieber überkommt mich – das wird nichts – ich ziehe mich etwas zurück – durchatmen -. Der Bock, er wird gleich abspringen! Ich stehe auf und drücke den Schießstock in den weichen Boden – er springt ab – Büchse in den Anschlag - ..“Hey“ ruf ich laut, - er verharrt – das Blatt im Visier - der Brave liegt im Knall. Bockjagd im Moor, immer wieder ein Erlebnis. 

© Reinhard Kahrs